Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe ist ein modernes Heizsystem, das thermische Energie aus der Umgebung - wie Luft, Erdreich oder Grundwasser - entzieht und diese mit Hilfe von elektrischer Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau anhebt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizungen, die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe Wärme erzeugen, nutzt die Wärmepumpe bereits vorhandene Umweltwärme und macht sie für die Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung zugänglich. Dieses Prinzip macht sie zu einer der effizientesten und umweltfreundlichsten Heiztechnologien auf dem Markt.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Die Funktionsweise einer Wärmepumpe basiert auf einem thermodynamischen Kreislauf, der aus vier Hauptkomponenten besteht: Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsventil. Im Verdampfer wird ein Kältemittel verdampft, indem es Wärme aus der Umwelt aufnimmt - beispielsweise aus der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Der Verdichter komprimiert das gasförmige Kältemittel, wodurch dessen Temperatur und Druck steigen. Im Verflüssiger gibt das heiße Kältemittel die Wärme an das Heizsystem des Gebäudes ab, beispielsweise an einen Pufferspeicher oder direkt an die Heizkörper. Schließlich wird das Kältemittel im Expansionsventil entspannt, kühlt ab und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Arten von Wärmepumpen

Je nach Wärmequelle unterscheidet man verschiedene Typen von Wärmepumpen:

Praxisbeispiele und typische Kennzahlen

In der Praxis zeigt sich die Effizienz einer Wärmepumpe anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ). Diese Kennzahl gibt das Verhältnis von abgegebener Heizwärme zur aufgenommenen elektrischen Energie über ein Jahr an. Typische Werte liegen bei:

Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und einem Heizwärmebedarf von 10.000 kWh pro Jahr benötigt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 etwa 2.857 kWh Strom. Im Vergleich dazu würde eine Gasheizung mit einem Wirkungsgrad von 95% etwa 10.526 kWh Gas verbrauchen, was höhere CO2-Emissionen und oft auch höhere Kosten bedeutet.

Relevanz für Hauseigentümer in Deutschland

Für Hauseigentümer in Deutschland bietet eine Wärmepumpe zahlreiche Vorteile: Sie reduziert die Heizkosten langfristig, steigert den Immobilienwert und trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Da die Betriebskosten stark vom Strompreis abhängen, lohnt sich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage, um den benötigten Strom selbst zu erzeugen und die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern. Zudem sind Wärmepumpen wartungsarm und haben eine lange Lebensdauer von oft über 20 Jahren. Wichtig ist, dass das Gebäude gut gedämmt ist und ein Niedertemperatur-Heizsystem (z.B. Fußbodenheizung) vorhanden ist, um die Effizienz zu maximieren.

Bezug zu Deutschland: Normen, Förderung und Markt

In Deutschland unterliegen Wärmepumpen strengen Normen, insbesondere der DIN EN 14511 für Leistungsprüfungen und der Energieeffizienzrichtlinie. Die Installation muss durch einen Fachbetrieb erfolgen, der die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) einhält. Förderungen spielen eine zentrale Rolle: Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Hauseigentümer Zuschüsse von bis zu 40% der Investitionskosten erhalten, wenn sie eine alte Heizung ersetzen. Zusätzlich gibt es regionale Förderprogramme und günstige Stromtarife für Wärmepumpen. Der deutsche Markt für Wärmepumpen boomt - im Jahr 2023 wurden über 350.000 Geräte installiert, was die wachsende Bedeutung dieser Technologie für die Wärmewende unterstreicht.

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Wärmepumpe – Was ist das? Einfach erklärt | Glossar

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Wärme und Mobilität als ein Projekt

Waemo richtet sich an Eigentümer, die innerhalb der nächsten 18 Monate gleichzeitig eine Luft-Wasser-Wärmepumpe einbauen und ein erstes Elektrofahrzeug mit Wallbox laden möchten. Die Kombi spart Planungs- und Genehmigungsaufwand: Eine 11-Kilowatt-Wallbox plus eine 8-Kilowatt-thermische Wärmepumpe ziehen gemeinsam einen elektrischen Spitzenstrom, der dem Verteilnetzbetreiber rechtzeitig anzukündigen ist und über ein dynamisches Lastmanagement geregelt werden sollte.

Förderkulisse 2026 in einer Skizze

Für die Wärmepumpe greift die KfW-458-Förderung mit bis zu 70 Prozent Zuschuss auf die förderfähigen 30.000 Euro Investition; für die Wallbox läuft aktuell auf Bundesebene kein eigenes Programm, einzelne Bundesländer und Kommunen vergüten jedoch zwischen 200 und 1.000 Euro pro Ladepunkt. Wer beides in einer Baumaßnahme zusammenfasst, reduziert die Elektriker-Anfahrtskosten typischerweise um 600 bis 900 Euro.

Auftraggeber, Sitz, Datenschutz

Waemo wird geführt durch die Science Works UG (haftungsbeschränkt) am Standort Hannover, Gründer Sönke Wessels. Wir leiten Kontaktdaten nicht an Wallbox- oder Wärmepumpenhersteller weiter und verarbeiten alle Anfragen DSGVO-konform. Die im Konfigurator eingegebenen Verbrauchsdaten werden nach Abschluss der Auslegung anonymisiert in die Vergleichsstatistik übernommen.

Eine sinnvolle Ergänzung ist die Prüfung der vorhandenen Hauptleitung zwischen Straßenanschluss und Zählerschrank: Bei Bestandsbauten der 1960er und 1970er Jahre reicht der vorhandene 35-Quadratmillimeter-Querschnitt für die Doppellast aus Wärmepumpe und Wallbox häufig nicht aus und muss vom Netzbetreiber gegen 50 Quadratmillimeter getauscht werden.